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Hoher Besuch im Bildungszentrum des Einzelhandels in Springe

Minister Olaf Lies lobt Engagement des Handels in Aus- und Weiterbildung

Minister Olaf Lies im BZE

Springe, 29.02.2016 / Arbeiten im Einzelhandel ist weitaus vielfältiger als nur Regale auffüllen. Das beweist das Angebot des Bildungszentrum des Einzelhandels Niedersachsen (BZE) in Springe, wo der Führungskräftenachwuchs der drittgrößten Wirtschaftsbranche nach Industrie und Handwerk ausgebildet wird. Mit jährlich mehr als 10.000 Teilnehmern, 115 Referenten und 600 Betten ist das BZE das größte und renommierteste Aus- und Fortbildungsinstitut des Einzelhandels in Deutschland.

Am Montag, 29.02.2016, informierte sich der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies über das hochqualifizierte Angebot, das rund 200 Handelsunternehmen aus ganz Deutschland regelmäßig nutzen, um ihre Mitarbeiter umfassend schulen zu lassen. Dr. Holger Mosch, Geschäftsführer BZE, und Ullrich Thiemann, Geschäftsführer Handelsverband Hannover e.V., einer der Träger der Einrichtung, stellten dem Minister das vielfältige Seminarangebot vor.

Neben Einführungsseminaren und Prüfungsvorbereitungskursen für eine Vielzahl der kaufmännischen Ausbildungen oder der Ausbildung zum Ausbilder stehen die Fortbildung zum Handelsfachwirt, zum Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel sowie die Studien zum Bachelor of Arts oder zum Betriebswirt auf dem Stundenplan des BZE.

Wirtschaftsminister Olaf Lies hob die Bedeutung gut qualifizierter Fachkräfte hervor: „Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Kapital unserer Zukunft. Der auch durch die Digitalisierung bedingte Strukturwandel im Handel stellt Einzelhändler vor große Herausforderungen. Die Fachkräfte von heute müssen nicht nur hoch motiviert und dem Kunden gegenüberfreundlich und aufgeschlossen sein, sie müssen auch über gute IT-Kenntnisse verfügen. Es ist gut, dass sich der Einzelhandel dem Thema Aus- und Fortbildung mit so großer Ernsthaftigkeit widmet.“

„Die Handelsberufe Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/-in belegen auch 2015 wieder Spitzenplätze bei der Zahl der Neuabschlüsse von Ausbildungsverträgen. So stellte der Einzelhandel in Deutschland im vergangenen Jahr über 26.000 Auszubildende zu Kaufmann/Kauffrau ein, bei den Verkäufern waren es mehr als 24.000“, weiß Ullrich Thiemann. „Doch der Stellenwert der klassischen Ausbildungsberufe in der Gesellschaft sinkt, und damit die Qualität der Bewerber. Immer mehr junge Leute ziehen ein Hochschulstudium einer Lehre vor. Deshalb wird Aus- und Weiterbildung nach aktuellsten Erkenntnissen, wie sie das BZE bietet, für die Unternehmen immer wichtiger.“

„Seit über 50 Jahren gelingt es uns, die besondere Qualität unserer Ausbildungsprogramme zu erhalten sowie unser Know-how und die umfassenden Branchenkenntnisse weiter zu verbessern – wir leben unser Motto ‚Bewährtes ausbauen und neue Wege ebnen‘“, berichtet Dr. Holger Mosch.

Immer stärkerer Beliebtheit erfreut sich das Abiturienten-Modell mit gleich zwei Berufsabschlüssen: Hier übernimmt das BZE für Schulabgänger mit Hochschul- oder Fachhochschulreife den kompletten Berufsschulpart im dualen Ausbildungssystem der Kaufleute.

Das bedeutet, dass die Handelsunternehmen ihre Auszubildenden innerhalb von drei Lehrjahren zehnmal ein jeweils zweiwöchiges Blockseminar in Springe absolvieren lassen. Dabei bekommen die jungen Mitarbeiter alle Kenntnisse vermittelt, die sie zum Ablegen der IHK-Abschlussprüfung sowie zum zusätzlichen Erlangen des Abschlusses als Fachwirt benötigen.

Für die Handelsunternehmen bedeutet dies einerseits, dass die praktische Ausbildung im Betrieb nicht jede Woche von Berufsschultagen unterbrochen wird. Andererseits vermitteln Branchenexperten unter Einsatz anerkannter Methoden und moderner Medien effektiv alle praxisorientierten Fachkompetenzen und Fähigkeiten, die sich die Arbeitgeber beim Führungskräftenachwuchs wünschen.